Zweck

Das ehrenamtliche Engagement war in vielen Bereichen Vorreiter und Wegbereiter für den sozialen Dienst am Menschen und sozialpolitischen Leistungen. Vieles, was junge Menschen heute als selbstverständlich betrachten, war noch vor wenigen Jahrzehnten ohne die Initiative und Unterstützung von Freiwilligen undenkbar.

Ein gütiger Menschen ganz auf sich gestellt, hilft im Verborgenen anderen Menschen – so stellen sich manche „den ehrenamtlichen Feuerwehrmann“ vor. Ein Klischee, an dem so gut wie nichts stimmt. Denn ein Feuerwehrmann oder auch eine Feuerwehrfrau kommt aus unserer Mitte. Wenn er bzw. sie gerufen wird, heißt es schnell und unkompliziert zu helfen und dieses geht i. d. R. nicht ohne „Geräuschbelästigung“.

Wir Feuerwehrleute sind in Organisationen eingebunden, die sich mannigfaltigen Veränderungen stellen müssen. In den letzten Jahren haben sich die rechtlichen Normen und Anforderungen erheblich gewandelt.

Mitglieder zu gewinnen ist heute, bei einem immer stärker werdenden Konkurrenzdruck mit sich wandelndem Freizeitverhalten, nicht mehr ganz leicht. Knapper werdenden öffentlichen Mitteln zwingen uns, uns um mehr Effizienz zu bemühen.

Der Finanzbedarf einer Feuerwehr ist groß. Als Beispiele sei genannt:

  1. KLF (Lühnde) > 100 TsdEuro
  2. Bekleidung: Überjacke 250 / Überhose 160 Euro
  3. Funkgerät: Handsprechfunkgerät 900 Euro
  4. Atemschutzgerät: 1300 Euro
  5. TS 8/8 9000 Euro

Beschaffungen werden und wurden deshalb immer wieder verschoben, obwohl für 20 Jahre alte Geräte kaum noch Ersatzteile zu bekommen sind.

Nach dem Gesetz ist die Unterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr Sache der Kommune und die wichtigsten Fragen in der Kommunalpolitik lauten derzeit: „Wie sehen die Finanzen der Gemeinden aus? Welche Mittel stehen für die Arbeit zur Verfügung und für welche Maßnahmen sollen diese bereitgestellt werden?“ Sie kennen die Aussage: „Geld ist nicht alles – und ohne Geld ist alles nichts.“, somit gilt für die Kommunalpolitik: Ohne Geld ist nichts machbar. Der Gemeinde Algermissen geht es zwar noch nicht schlecht, aber es geht ihr finanziell immer schlechter, so dass das wenige Geld, welches als Spielraum zur Verfügung steht zur Seite gelegt wird, um Unwägbarkeiten in der Zukunft besser abfedern zu können.

Wir, als fester Bestandteil des Gesellschaftslebens unseres Ortes, sind über den gesetzlichen Auftrag hinaus noch in zahlreiche Aufgaben und Aktivitäten eingebunden, die von uns erbracht werden. Das sind die laufende Ausbildung und Inübunghaltung, die Kameradschaftspflege, das Osterfeuer, der Lampionumzug, das Dorfgemeinschaftsfest. All dieses kostet Geld oder bringt Geld. Veranstaltungen dieser Art dienen der Gewinnerzielung und sind mit dem Geist einer Kameradschaftskasse nicht zu vereinbaren.

Das sind nur wenige Beispiele, die deutlich machen, dass es sinnvoll ist, das Finanzgebaren in geordnete Bahnen zu führen. Des Weiteren gibt es verschiedene Institutionen und Organisationen, die Fördergelder nur an gemeinnützig eingetragene Vereine ausschütten können. Zahlungen der Gemeinde Algermissen an die Feuerwehr erfolgen ausschließlich als Zuschuss zur Kameradschaftskasse.

Auch gibt es viele Bürgerinnen und Bürger, die nicht aktiv am Dienst der Feuerwehr teilnehmen können oder wollen, jedoch bereit sind uns regelmäßig mit einem Geldbetrag zu unterstützen. Die bisherige Mitgliedsform in der FF Ummeln ließ es nicht zu, den Mitgliedsbeitrag als steuerlich absetzbar zu erklären. Was wir in der Feuerwehr brauchen, sind gut ausgebildete, gut ausgerüstete und gut motivierte Feuerwehrleute. Eine Feuerwehr mit Grundausstattung, wie unsere Wehr, besteht aus 22 Aktiven. Diese auszurüsten ist, wie bereits erwähnt, Sache der Gemeinde, diese auszubilden und zu motivieren, meine Aufgabe. Seien Sie versichert, eine nicht immer einfache Aufgabe. Die Aufgaben, die uns als Feuerwehr übertragen wurden und das was darüber hinaus von uns erwartet werden, sind von den aktiven Feuerwehrmitgliedern alleine nicht zu wuppen. Diese sind bereits an der Grenze ihrer Belastung angekommen.

Deshalb ist es wichtig diese Männer und Frauen, die sich freiwillig und unentgeltlich und somit unbezahlbar, in den Dienst der Allgemeinheit gestellt haben zu entlasten.

Dies alles sind Gründe, warum wir einen Förderverein gründen wollen.

Meine Damen und Herren,

von Hermann Hesse stammt der Satz:

Damit das Mögliche entsteht, muss immer das Unmögliche versucht werden.

Behalten wir auch zukünftig den Mut, Dinge anzugehen, die uns auf den ersten Blick nicht möglich erscheinen. Manches lässt sich dann doch erreichen. Diesen Mut wünsche ich uns allen.